Langlauf lernen, Idre Fjäll /Darlarna , 26.12.2015

Wir waren gerade erst aus Deutschland im Wintercamp Idre angekommen, da geht es auch schon gleich weiter: Wer möchte wird zunächst zum Skiverleih und dann ins Idrefjäll gefahren und bekommt dort kostenfrei eine Einweisung ins Langlaufen. auch dort oben hatte es zwischenzeitlich mal getaut…. und …hatte ich erwähnt, dass es A….glatt war?

Nun denn, mit Langlaufschuhen an den Füßen, Ski in der Hand machte ich mich auf den Weg zum Kleinbus, um noch meine Skistöcke herauszuholen. Das gelang 50 Meter weit recht gut. Dummerweise stand der Bus aber 53 Meter entfernt und so habe ich ausrutschend überzeugt das es wirklich sehr sehr glatt ist . Das Knie blieb heil, der Unterschenkel hatte aber eine heftige Zerrung abbekommen. Aber es stand ja Langlaufen lernen auf dem Plan. Also los.

Ohne erneut hinzufallen ging es mit Ski und Stöcken unterm Arm ins Skistadion. Geschafft. Ski hingelegt und…. wie um alles in der Welt, kann man ohne Verrenkungen 230 cm lange Schmale Ski an den Schuhen festklicken. und wenn man das Geschafft hat, wie steht man damit wieder auf?

Da stehe (zum Glück kann Ich das, trotz des kleinen Ausrutschers) Ich nun also mit geliehenen Langlaufski, zwei Skistöcken und den Langlaufskischuhen an den Füßen…und versuche das alles irgendwie zusammenzubringen.

Versuch 1 (Anleitung unserer Guides):

Im Stehen Ski hinlegen, locker einklicken lassen und los. Ich scheitere auf ganzer Linie….

Versuch 2: Herunterbeugen zu den Füßen, um die Schuhe irgendwie in diese langen Dinger einzuhaken, auf denen ich dann durch den Schnee „gleiten“ soll. Funktioniert bei Ski Nummer 1 hervorragend. Aber wie befestigt man Fuß zwei am anderen Ski, ohne mit dem ersten schon ungewollt loszufahren…. Der Versuch endet im Schnee. Zum Glück nicht nur bei mir. Auf zu Versuch 3

Versuch 3: man befestigt sich die Ski gegenseitig an den Füßen. Das klappt prima. Man muss nur zusehen, nicht der letzte zu sein…

Nach wenigen (oder mehr) Minuten sind dann alle an Ihren Ski befestigt, wir bewegen uns Richtung Loipe. Die „eingefahrenen“ Schweden schauen etwas mitleidig. Unsere Skikunst sieht also wohl noch nicht ganz perfekt aus. Irgendwie schaffe ich die ersten 150 Meter schnurgerader und flacher Loipe. Wir sollen dann wenden. Wenden? Mit den langen Stangen an den Beinen?

Mit ein zwei Schritten verlasse ich die gespurte Loipe, das geht besser als gedacht. Allerdings erreiche ich damit auch gleichzeitig leicht abschüssiges Gelände. Die Ski fühlen sich wohl und fahren sofort los. Ich aber nicht… und schon liege ich im Schnee. Irgendwie schaffe ich es aufzustehen, ohne die Ski zu verlieren. Ich mache mich auf den Rückweg zum Startpunkt.

Während die erfahrenen Langläufer locker Ihre Runden drehen, starte Ich Versuch zwei auf der ewig langen Schnurgeraden 200 Meter Loipe. Ich komme ohne erneut hinzufallen an, brauche dafür aber 5 mal so lange wie ein normaler durchschnittlicher Langläufer. Muss die Loipe für den Rückweg auf ungespurtem Gelände erneut verlassen…und sitze alsbald wieder im Schnee. Um den Betrieb im Skistadion nicht völlig zu blockieren und da ich mich nicht wirklich wohl fühle auf Ski, fälle ich eine wirklich gute Entscheidung: Ich gebe die Ski wieder ab. Die brauche ich auch den Rest der Woche nicht mehr. Ich geh dann doch lieber wandern…. Aber: Ich habe es wenigstens versucht!