Ein Wintermärchen: Mit dem Huskyschlitten durch Dalarna

Wie schon im vergangenen Jahr, war Ich Ende 2016 wieder in Dalarna unterwegs. Wieder war das Wintercamp Idre mein Ziel. Die Schneebedingungen waren in diesem Jahr wesentlich besser als im Vorjahr und spontan entschloss Ich mich mir selbst ein Weihnachtsgeschenk zu machen: Am 24.12.2016 mit dem Hundeschlitten durch die märchenhaft weiße Winterwelt Dalarna zu fahren.

Vorerfahrung? Keine! Ich habe keine Haustiere, auch keinen Hund und auch sonst keine Beziehung zu diesen Tieren. Empfehlungen, so etwas einmal zu machen hingegen gab es stapelweise. Also los. In Drevdagen, nicht weit von der norwegischen Grenze warteten schon drei sympathische Schweizer auf uns: Beat und Dominique Widmer, die Betreiber der dortigen Hundefarm Wyugas und Res, den Ich im Sommer wärend meiner Rogen-Röa-Femund-Tour bereits als Campleiter in Idre kennengelernt hatte und der den Winter über hier auf der Hundefarm mithilft.

Zunächst wurden wir mit der nötigen Ausrüstung versorgt: Dicke Winteroveralls und Winterboots mit der nötigen Isolation die man braucht, wenn man bei zweistelligen Minusgraden 3-4 Stunden auf dem Schlitten verbringen will.

Dann ging es raus in den weitläufigen Hundezwinger. Es dauerte keine Minute und schon zogen mich die Huskys in Ihren Bann. Diese Augen! Die wunderschönen Fellzeichnungen, jede einzigartig! Und zutraulich waren Sie, als ob sie mich schon ewig kennen. Mich, der wie gesagt vorher nicht viel Berührungspunkte mit Hunden hatte.

Meine 2 Begleiter und Ich bekamen nun zunächst eine theoretische
Einführung ins Schlittenfahren, die Hunde waren derweil kaum zu bremnsen und wollten am liebsten sofort loslaufen. Die Einweisung war somit kurz und relativ schnell wurden vor jeden Schlitten 4 Hunde gespannt, Gastgeberin Dominique fuhr mit einem größeren Gespann vorne und wir sollten einfach folgen. Nach einem blitzartigen Start ging es leicht bergab hinunter auf den Stordrevdagsjön. „Meine“ Huskydamen ware sich aber noch etwas uneins und wohl auch nicht die kräftigsten, so das Ich kurzerhand noch 2 Hunde dazu bekam, und nun ein Gespann mit 6 Hunden unterwegs war.

Nachdem die Gespannkonstellationen also zusammengestellt waren, fuhren wir hinein in die traumhafte weiß verschneite Winterwelt Dalarnas. Lenken kann man die Schlitten nur bedingt mittels Gewichtsverlagerung, nach einiger Übung ging das ganz gut, die Hunde allerdings kannten Ihren Weg, immer dem vorrausfahrenden Gespann von Dominique hinterher, so dass man den Weg  auch als Neuling nicht verfehlen konnte.

3 Stunden auf dem Schlitten vergingen wie im Fluge, manchesmal auch ebenso schnell, die Hunde sind bemerkenswert und kaum zu bremsen, wenn Sie einmal in Fahrt sind, wollen sie laufen…und am liebsten gar nicht mehr aufhören. Die hügelige Landschaft wechselte sich ab mit Passagen über zugefrorene Seen, dichter Wald wechselte sich ab mit weiten Freiflächen. Und die Stille ohne Motorenlärm durch die Natur zu gleiten ist atemberaubend, geradezu magisch. Ein idealer Ort um abzuschalten, und ins Träumen zu geraten.

Auch das Wetter war uns wohlgesonnen. Neben bester Schneelage verwöhnte uns auch die um diese Jahreszeit nur wenige Stunden über den Horizont scheinende Sonne.

Nach gut 3 Stunden war dann die Hundefarm wieder in Sicht…und eigentlich wollte ich gar nicht mehr weg. Eigentlich wären Ich und die Hunde wohl am liebsten gleich noch eine Runde gefahren. Beim nächsten Mal vielleicht…

Auch beim abschirren der Hunde wieder Zutraulichkeit pur. Ein unbeschreibliches Erlebnis … und für mich das wohl beste Weihnachtsgeschenk der Welt. Noch nie habe ich den Heiligabend so gut genutzt wie im Jahr 2016!

Unbedingt empfehlenswert, im Grunde genommen ist das Hundeschlitten-Fahren eine Aktivität die man im verschneiten Darlarna in jedem Falle einmal ausprobieren sollte, wenn die Chance dazu besteht. Angeboten wird dies vielerorts, wärend man aber in touristischen Hauptorten wie dem Idre Fjäll sich die Pisten mit Skifahrern, Reitern, Winterwanderern und Motorschlitten, eben dem generellen Betrieb in einem Skigebiet teilt waren wir nur eine Autostunde weiter in Drevdagen allein in der herrlichen Natur unterwegs.

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