Wanderung im Hochsolling auf dem HS2 : Vom Hochmoor Mecklenbruch ins Hellental

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Holzskulpturen am Wegesrand

Es ist Ostersonntag 2016, das Wetter ist perfekt für eine Wanderung: Trocken, nicht zu warm, aber auch nicht kalt. Unsere heutige Tour führt uns auf den HS2, ein ca. 18 km langer Rundwanderweg von Silberborn durch das Hochmoor Mecklenbruch in das Hellental und wieder zurück. Die Tour startet am Wanderparkplatz am Ortsrand von Silberborn im Hochsolling. Erster Wegpunkt ist nach wenigen hundert Metern Wanderstrecke das Naturschutzgebiet „Hochmoor Mecklenbruch“. Auf einem Holzsteg werden Wanderer durch das Moor geleitet. Schautafeln erklären das Moor und seine Flora & Fauna. Ein kleiner Aussichtsturm bietet eine gute Übersicht über das geschützte Moor-Gelände. Entlang des Holzstegs finden sich außerdem einige durch einen Kettensägen-Künstler aus Baumstämmen gestaltete Tierskulpturen.

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Wander-Infotafel am Wanderparkplatz Mecklenbruch

Noch ist die Natur nicht in voller Blüte. Die wärmeren Frühlingstage lassen noch auf sich warten und bis weit in den März hinein, war es im Solling relativ feucht und kalt. Dennoch sprießen die ersten Frühblüher im Moor und an den Wanderwegen. Nach dem Hochmoor Mecklenbruch führt der Weg schon bald zuerst flach, dann tendenziell abwärts durch den Sollingwald hinein in das Wiesental der Helle. Hier verläuft der Weg zunächst oberhalb der wiesen und des kleinen Baches entlang des Waldrandes, Streckengleich mit dem das Weserbergland durchlaufenden Fernwanderweg „Weserbergland-Weg“ (mit blauem XW auf grünem Grund gekennzeichnet). Nach einer Weile erfolgt der Abstieg über einen Wanderpfad hinab ins Hellental. Mehr zu diesem Tal erfährt man auch in einem Video des Naturparks Solling-Vogler. Unser Weg, der mit blauem HS2 auf gelbem Grund markiert ist, verläuft ab hier parallel zur Helle durch die offene Wiesenlandschaft des Hellentals. Weite Teile des HS2 verlaufen auf breiten Wirtschaftswegen, so auch hier. Der Rundweg ist also bis auf ganz wenige, kurze Abschnitte, die zudem auch auf anderen Wegen umgangen werden können, auch für größere Wandergruppen oder Familien mit Kinderwagen geeignet.

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Die Helle im Hellental

In der Ortschaft Hellental, die die Hälfte der Wanderstrecke markiert, liegt direkt am Wegesrand die Gaststätte und Hotel Lönskrug. Für Wanderpausen eine ideale Gelegenheit zur Einkehr. In Hellental kreuzen wir das Bachbett der Helle und steigen am gegenüberliegenden Hang wieder auf bis an den Waldrand. Hier steht die Lönsbuche und eine kleine Schutzhütte, Für Wanderer wie uns, die mit eigenem Proviant ausgerüstet sind, bietet sich hier eine Pause an, bevor die zweite Hälfte der Wanderung, die nun weitestgehend im Anstieg verläuft in Angriff genommen wird. Im Wald oberhalb des offenen Wiesentals geht es nun zurück in Richtung Silberborn. Auch auf diesem Abschnitt werden weitestgehend breite Forst- und Waldwege genutzt.

Die Wochen und Tage vor unserer Solling-Wanderung waren regnerisch, gleichzeitig ist die Saison der Waldpflegearbeiten durch die Forstbetriebe noch in vollem Gange. Jetzt, am Oster-Wochenende stören zwar keine Traktoren oder Motorsägengeräusche die Wander-Idylle in der Wanderregion Solling-Vogler-Region, auf den letzten 2 Wanderkilometern des HS2 stoßen wir aber auf Probleme: Die eingesetzten Holzerntemaschinen haben ganze Arbeit geleistet, der Weg ist auf einigen hundert Metern auf voller Breite durchpflügt. Das regnerische Wetter der vorangegangenen Tage hat sein Übriges getan, der Weg besteht hier aus einer 40 cm hohen Schlammschicht, die nicht begehbar ist. Ganz am Rande finden wir dennoch einen einigermaßen trittsicheren Pfad, wenngleich Vorsicht geboten ist, nicht wegzurutschen. Wanderstöcke können hier sehr hilfreich sein. Dieser Abschnitt trübt das ansonsten sehr schöne Solling-Wandererlebnis etwas. Dies ist aber ausgesprochen nicht die reguläre Situation dieses somnst fast durchweg sehr gut begehbaren Wanderweges, sondern war einfach Pech respektive Wetter und Forstsaison-bedingt. Vermutlich auch bedingt durch Forstarbeiten fehlten in diesem Bereich einzelne Wegmarkierungszeichen, mit gutem Orientierungssinn und/oder Karte war der Weg aber problemfrei zu finden. Vor dem letzten Wanderkilometer haben wir dann den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, ab hier geht es auf einem ebenfalls relativ nassen Weg (das Hochmoor Mecklenbruch ist schließlich nah) zurück zum Auto auf dem Wanderparkplatz an der L549. Die Wanderschuhe sind auf dem letzten Stück gefordert gewesen, meine Wanderstiefel von Meindl haben dichtgehalten, sidn aber so mit Schlamm bedeckt, das ich froh bin für die Rückfahrt wechselschuhwerk im Auto zu haben. Fazit des Tages : Wir haben einen sehr schönen Weg erkundet, der Lust macht auf weitere Wandertouren in der Solling-Vogler-Region . Im regionalen Tourenportal finden sich hierzu unzählige weitere Vorschläge. Wir werden wiederkommen…

 

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